Über das Projekt
Mathematische Analysetechniken und Algorithmen zählen in den verschiedensten Bereichen von Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft zu den wichtigen, aber kaum sichtbaren Technologien. Moderne Methoden der angewandten Mathematik haben sich weltweit als eine fundamentale Ressource und Triebkraft der wirtschaftlichen Entwicklung erwiesen. Die verborgene Schlüsseltechnologie Mathematik wird immer mehr zu einem innovationsträchtigen Motor für den wirtschaftlich-technologischen und den gesellschaftlichen Fortschritt des 21. Jahrhunderts.
Innovative Produkte und Ressourcen schonende Produktionsverfahren verlangen zunehmend:
- eine tiefgreifende mathematische Analyse und eine exakte, dem konkret vorliegenden Problem angepasste Modellierung
- die Optimierung aller zur Herstellung notwendigen Prozesse, etwa bezüglich des Material- und Energieeinsatzes.
Mathematische Denkweisen, Methoden und Verfahren, so wichtig sie auch sind, setzen sich jedoch nicht im Selbstlauf durch. Es bedarf intensiver Bewusstseinsbildung. Diese wird dadurch erschwert, dass der Einsatz von Mathematik den Endprodukten meist nur indirekt anzumerken ist. Das Potenzial und der Nutzen mathematischer Techniken müssen (prospektiven) Anwendern in geeigneter Form nahe gebracht und erläutert werden. Gerade das Internet und das Web bieten die Möglichkeit, Anwendungen wirkungsvoll zu präsentieren und Kontakte zu Experten aufzunehmen. Das Projekt "Math&Industry" hat zum Ziel, eine Anlaufstelle und Kontaktadresse für Anwender aus Industrie und Dienstleistungen zu werden und dazu beizutragen, dass
- der Nutzen mathematischer Denkweisen und Verfahren in der Öffentlichkeit transparenter wird,
- mathematische Methoden und Problemlösungsansätze umfassender und in wesentlich mehr Sektoren der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes als bisher eingesetzt werden,
- Informationen über potenzielle Anwendungsmöglichkeiten von Mathematik aus den Vorhaben des BMBF-Förderschwerpunktes Neue mathematische Verfahren in Industrie und Dienstleistungen einem breiten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt soll hauptsächlich durch ein Web-Portal realisiert werden, das auf einer organisierten und systematischen Bereitstellung von Informationen über die verschiedenen Projekte basiert.
Dieses Projekt wurde in der 4. Förderperiode unter dem Förderkennzeichen 03MINZB4 weitergeführt. Um die Projektdarstellung nicht über zwei Websites zu verteilen, sind auch die Ergebnisse und Tätigkeiten des Folgeprojekts in diese Web-Präsentation eingearbeitet.
Stichworte: angewandte Mathematik, Schlüsseltechnologie, Web Portal
Robert Roggenbuck
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Wolfram Sperber
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